Atemschutzträger Heißausbildung

25. Oktober 2025

Oberalm, 25. Oktober 2025 – Am Wochenende fand in Oberalm eine intensive Heißausbildung für Atemschutzträger statt, an der 30 Einsatzkräfte in 10 Trupps aus den Feuerwehren Puch, Adnet, Wiestal und Oberalm teilnahmen.

Die Ausbildung gliederte sich in zwei Teile:

Am Freitag, den 24. Oktober 2025, fand eine theoretische Schulung im Feuerwehrhaus Oberalm statt, um die Teilnehmer auf die Herausforderungen im Innenangriff vorzubereiten. Dabei wurden Einsatzgrundsätze, Sicherheitsmaßnahmen sowie taktische Vorgangsweisen im Atemschutzeinsatz erläutert.
Am Samstag folgte die praktische Heißausbildung in einer mobilen, feststoffbefeuerten Brandübungsanlage, der Firma Röser.
Die zertifizierten Ausbilder der Firma Röser aus Norddeutschland reisten für diese hochqualitative Ausbildung erstmals nach Österreich, um mit den Teilnehmern realistische Einsatzszenarien zu trainieren.

Im Brandcontainer wurden unter anderem folgende Schwerpunkte beübt:

-Richtiges Öffnen von Türen im Innenangriff
-Personensuche und Menschenrettung
-Überwinden von Kriech- und Engstellen
-Entfernung und Sicherung von Gasflaschen
-Ventilation von verrauchten Räumen
-Brandbekämpfung unter extremen Temperaturen

Im Container herrschten Temperaturen zwischen 150 und 500 Grad Celsius, zusätzlich war es stark verraucht, was die Sicht erheblich einschränkte. Taschenlampen und Wärmebildkameras wurden bewusst nicht verwendet, um einen Ausfall dieser Geräte im Ernstfall zu simulieren. Dies forderte zusätzlich die Orientierung, Tastsinn und Kommunikation des Trupps.
Nach jedem Durchgang wurde besonderes Augenmerk auf das korrekte Ablegen der kontaminierten Schutzbekleidung gelegt, um eine Verschleppung von gesundheitsgefährdenden Stoffen zu verhindern und die Atemschutzträger bestmöglich zu schützen. Anschließend erfolgte eine Nachbesprechung mit dem jeweiligen Ausbilder, in der der gesamte Einsatzablauf reflektiert, Verbesserungspotenziale aufgezeigt sowie wichtige Erkenntnisse für zukünftige Innenangriffe gefestigt wurden. Die Küche der Feuerwehr Oberalm stellte im Anschluss die Verpflegung der Atemschutzträger sicher. Der Übungstag erstreckte sich von 09:00 bis 16:00 Uhr und verlief äußerst erfolgreich. Für alle teilnehmenden Einsatzkräfte stellte die Ausbildung eine wertvolle und nachhaltige Erfahrung dar, die entscheidend zum Ablauf zukünftiger Einsätze beiträgt.

„Wir müssen darauf vorbereitet sein, auch unter Extrembedingungen sicher und effizient Hilfe leisten zu können. Da Wohnungsbrände glücklicherweise seltener geworden sind, fehlt oft die Routine – genau deshalb ist solch realitätsnahe Ausbildung unverzichtbar“, betont BI Christian Klappacher.

Ein besonderer Dank gilt der Firma Röser, der Firma Texport für die zur Verfügung gestellte Schutzbekleidung sowie allen Mitwirkenden – insbesondere BI Christian Klappacher – für die hervorragende Organisation.

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